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 Suchet, so werdet ihr finden   Math.7,7                                                    

Was bewegt mich zu diesem Projekt ?

Seitdem ich bewußter mich und meine Umwelt wahrnehme, hatte ich gerade bei Auslandsaufenthalten, immer ein zwiespältiges Gefühl “Deutscher” zu sein. Ich war einer, aber ...! Zum einen trug die Wahrnehmung des Verhaltens vieler meiner Landsleute im Ausland dazu bei, jedoch hinter dieser Gebärdungsebene war gewichtiger, meine Not, zu einem Volk zu gehören, das verantwortlich für die Leiden des 2. Weltkrieges ist. (vom 1. WK ganz zu schweigen)

Nach meiner bewußten persönlichen Entscheidung vor gut 20 Jahren, als praktizierender protestantischer Christ leben zu wollen, , kam die Erkenntnis , der Schuld meines Volkes hinzu. Schuld an unzähligen menschlichen Leiden, aber insbesondere der Schuld; gegen den GOTT der Bibel bewußt (oder unbewußt) gekämpft zu haben, mit dem Vorsatz, SEIN Volk flächendeckend, organisatorisch auf hohem industriellen Niveau, vernichten zu wollen!                         Das Wissen um Menschen und beschäftigen mit deren Lebensvollzug, wie Niemöller; Bonhoeffer, Bodelschwingh etc. halfen mir, mich dem Thema Holocaust / Shoa zu stellen.                                                                                         So ist dies auch in diesem Sinne, als Versuch eines Teils meiner persönlichen Aufarbeitung zu verstehen.Mit der Befindlichkeit mich auf der Gefühlsebene in dem ganzem Spektrum zwischen Furcht und Hoffen zu bewegen, was den “eigenen” familiärem Anteil am Ganzen betrifft.

Gibt es sowas wie Familienverantwortung , als Teil von Familie, oder sogar des Volkes?  Ich für meinen Teil, habe erst ein inneres Verständnis und Verhältnis nach der Geburt unseres ersten Kindes dazu bekommen. Vorher habe ich mich mehr, wie freischwebend empfunden, danach hatte ich plötzlich eines Abends ein Erlebnis, nenne ichs, eine innere Erkenntnis; jetzt also bin ich ein Teil, wie ein Glied in der Ahnenkette, der mit das Leben weiterreicht von meiner Generation zur Nächsten.

Das mein Großvater im Militärischem Geheimdienst, der “Abwehr”  tätig war, macht das Ganze nicht unbedingt einfacher, außer der Vermutung, dass Canaris Abwehr, je länger, je mehr - Hitlers Macht andauerte, kein 100% iger Vollstrecker des Hitlerwillens war. Da gerade dieser Punkt letztendlich zu seiner Ablösung und zu seiner Hinrichtung  führte.

Dies Projekt ist als Prozess zu verstehen und bleibt vielleicht sogar im prozesshaften; denn bislang haben die Fragezeichen sich eher vermehrt: beschäftige ich mich eigentlich nur mit Legenden und deren Tradierung????

Die Wahl, zur Homepage zu greifen, ist auch gerade darin begründet, evtl. duch die Vernetzung, interessante, klärende Beiträge – Fakten, durch Austausch zu erhalten – oder sogar noch Zeitzeugen  kennen zu lernen?

Mein älterer Bruder beschäftigt sich schon einige Zeit damit und berichtete immer mal wieder von seinen “Funden”. Je länger, je mehr seine Suche andauerte, schien sie immer obskurere Ergebnisse zu erbringen, die es mir schwer machten, das Ganze ernst zu nehmen.

Anstoß für mich, mich jetzt doch selber ´dran zu machen, es zum Projekt zu machen, war letztendlich ein Artikel in einer  Hamburger Tageszeitung im Mai `04. Dieser basierte auf der Hypothese, der Unfall meines Großvaters sei nur fingiert gewesen, um danach mit seiner Geliebten Vera von Schalburg in England leben zu können.

Meine spontane emotionale Reaktion darauf war Empörung: “ehrenrührig – Verunglimpfung!” und ich entschloß mich: Ich will versuchen sein Wirken zu rekonstuieren, um derartigen “Spinnereien” Paroli bieten.zu können.

Wobei gilt, im proffessionellem Geheimdienstnebel sind Tatsachen schwer zu erkennen. Was sind Zeugnisse realer Fakten, was Tarnungen?                                                                                                                               Interessant finde ich in diesem Zusammenhang folgende Aussage Barbara Honigmanns in ihrem aktuell erschienen Buch über ihre Mutter, in dem  sie auch auf deren Ehe mit dem bekannten britischen Doppelagenten eingeht: “Philbys Erinnerungen an das Spanien- und Paris Kapitel, so wie er sie, ebenfalls im Jahr vor seinem Tod, dem russischen Journalisten mitgeteilt hat, weichen völlig von der Erzählung meiner Muter ab. Vielleicht aber hat auch der russische Journalist etwas verwechselt oder falsch verstanden. Wenn man die Versionen vergleicht, wird alles immer unklarer. Aber etwas Ungereimteres als die Erinnerungen verschiedener Zeugen findest du sowieso nicht. Und es war ja alles schon sehr lange her. Vielleicht hat einer von ihnen bewußt gelogen, oder Beide haben die Vergangenheit in der Erinnerung umgestaltet. Vielleicht aber werden auch die größten Geheimdienstgeheimnisse am Ende so fad und so leer, daß es keinen Sinn mehr macht, sie genau im Gedächtnis zu behalten.”*

Kurios daran, das Litzy Philby, geb. Kohlmann, tatsächlich zur gleichen Zeit an den gleichen Orten lebte und arbeitete, wie Vera von Schalburg, von der es heißt, dass sie Kim Philby kannte.*

Und ich frage mich, wer eigentlich mehr Kreativität bedarf/ bedurfte? Mein Großvater im Inzenieren von Illusionen bzw. Tarnungen, oder ich beim Versuch in archäologischer-detektivischer Akribie, ihn hinter diesen aufzuspüren.Wohl wissend, dass es bei ersterem, um Menschenleben und Krieg, bzw. deren Vorbereitung ging und ich Familienforschung betreibe.

                                  

                                            ___________________________________

* “Great North of Scotland Railway Society” No 153,  S. 447  -   “Postscript to the BuckieSpies”  v. David Tait

 

 

                                                                  Impressum:   

                                                     Michael Dierks - Hamburg

                                                               m.dierksätarcor.de

                                                                                                                                             Stand: März. 2005

 

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